🌳 Obstbaumallee am Leienberg – Ein Projekt für Natur und Mensch 🌳
Willkommen auf dem Leienberg in Lohnweiler!
Auf dem Höhenrücken entstand eine Obstbaumallee am Pfälzer Höhenweg (https://www.pfalz.de/de/route/pfaelzer-hoehenweg) – ein Beitrag zur Landschaftspflege, Artenvielfalt und zum Erhalt alter Obstsorten.
Einladung an Wanderer: Besucher sind herzlich eingeladen, im Schatten zu rasten, sich je nach Jahreszeit an Blüten, Früchten oder buntem Laub zu erfreuen, sich zu bedienen, die Aussicht zu genießen oder einfach die Natur zu erleben.
Mitgewirkt haben:
- Familie Müller – Eigentümer der Fläche
- Familie Harff-Cassel – Bewirtschafter der Fläche
- Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins (OGV) Lohnweiler
🌳 Pflanztag und Förderung
Die Pflanzung erfolgte am 22. November 2025.

Bei Minusgraden starteten wir, der gefrorene Boden wärmte uns rasch auf.


Die Bäume haben bestmögliche Startbedingungen, der feinkrümlige Boden wurde mit abgelagertem Pferdemist angereichert, Wollpellets sorgen in den ersten Jahren für einen guten Start und unverzinkter Draht schützt die Wurzeln gegen gefräßige Wühlmäuse.

Abnahme der letzten Arbeiten mit kritischem Blick durch Elisabeth Müller.

Nach gut 4 Stunden waren die 15 Bäume gepflanzt und der Pflanzschnitt durchgeführt. Bei strahlend blauem Himmel schmeckt das wohlverdiente Feierabendbier!
V. l. n. r.: Petra Müller, Nathalie Müller, Johanna Müller, Benjamin Bruna, Elisabeth Müller, Gerald Harff-Cassel, Wolfgang Michel (Vorstand OGV Lohnweiler), Markus Müller (Ortsbürgermeister Lohnweiler), Lars Harff-Cassel

Blick vom Leienberg auf den Jungewald, 22.11.2025
🌱 Idee
Der Gedanke zur Pflanzung entstand beim gemeinsamen Keltern von Apfelsaft beim Obst- und Gartenbauverein Lohnweiler.
Ziel war es, entlang des Wanderwegs eine Baumreihe mit alten und regionalen Obstsorten zu schaffen und damit Natur, Landschaft und traditionelle regionale Obstkultur zu erhalten.
🌼 Ziel und Nutzen
Die Obstbaumallee wurde mit regionalen alten Sorten bepflanzt, um die Artenvielfalt zu fördern und das Landschaftsbild zu beleben.
Zwischen großen Ackerflächen ohne Bäume und Hecken entsteht so ein strukturreicher Streifen, der Nahrung, Schutz und Schatten bietet – für Mensch und Tier gleichermaßen.
Die Baumschule Ritthalers Grüne Insel aus Hütschenhausen lieferte die Jungbäume.
Herbert Ritthaler setzt sich seit vielen Jahren für den Erhalt alter Sorten ein („Der Birnen-König – Ein Mann rettet die alten Sorten“, SWR).
Insbesondere Hochstamm Birnbäume werden sehr alt und schaffen einen nachhaltigen Wert.
Diese Bäume sollen helfen die genetische Vielfalt zu erhalten, dienen als Nistplatz für Vögel, Nahrungsquelle für Bienen im Frühjahr, Wild im Herbst/Winter und spenden nebenbei Wanderern Schatten.
Wenn sie größer werden, spenden sie auch dem Acker Schatten und führen in kleinem Maßstab das Thema Agroforst mit Obstbäumen vor Augen. Der Wasserhaushalt auf der Ackerfläche soll dadurch verbessert und eine eventuelle geänderte Ertragssituation kann im Vergleich zur nicht beschatteten Fläche erkannt werden.
Das Obst, soll von Wanderern selbstverständlich vom Baum gepflückt und probiert werden. Tragen die Bäume ausreichend Obst, so kann der örtliche Obst- und Gartenbauverein die Früchte zur Saft- oder Weinherstellung nutzen und die alte Tradition des Kelterns und der Beerenwein-Herstellung bewahren. Dies wird beim jährlichen Keltern von OGV Lohnweiler gezeigt. Aktuell gibt es nur noch eine Hand voll alter Birnbäume und wenige Zwetschgen auf fast 500 ha Gemarkung. Dies wollen wir gemeinsam ändern und zukünftigen Generationen intakte Obstbäume hinterlassen!
Pflanzschnitt und Erziehungsschnitte werden von freiwilligen Helfern im Ort und Verein durchgeführt.
🍐 Gepflanzte Sorten
| Nr. | Art | Sorte |
| 1 | Birne | Bayerische Weinbirne |
| 2 | Zwetschge | Bühler Frühzwetsche |
| 3 | Birne | Gellerts Butterbirne |
| 4 | Zwetschge | Wangenheims Frühzwetschge |
| 5 | Birne | Köstliche von Charneu |
| 6 | Reneklode | Graf Althans |
| 7 | Birne | Pastorenbirne |
| 8 | Kirsche | Gr. Prinzessinkirsche (Napoleon) |
| 9 | Birne | Gute Graue |
| 10 | Apfel | Rheinischer Winterrambur |
| 11 | Walnuss | Juglans regia – altbewährte, traditionelle Walnuss |
| 12 | Birne | Karcherbirne |
| 13 | Kirsche | Hedelfinger Riesenkirsche |
| 14 | Walnuss | Juglans regia – altbewährte, traditionelle Walnuss |
| 15 | Birne | Metzer Bratbirne |
Mit 1.500 € gefördert durch LEADER (EU und Land Rheinland-Pfalz) über die LAG Donnersberger und Lautrer Land e. V.
Mehrkosten wurden von Markus Müller übernommen.
